Glaubenssätze

Glaubenssätze in Unternehmen

26.09.2017

 

Glaubenssätze sind tief verankerte Annahmen oder Überzeugungen, die uns häufig nicht bewusst sind. Vielfach beeinflussen sie unser Handeln sehr, ohne dass wir glauben oder realisieren, dass es so ist. Glaubenssätze können sich schon in der Kindheit entwickeln und sehr lange andauern. Sie entstehen, weil wir Zusammenhänge, Rückmeldungen oder Beurteilungen wahrnehmen, jedoch kaum überprüfen können. Sie beschäftigen uns und verfestigen sich mit der Zeit. Gleiches gilt für viele andere Aspekte, beispielsweise das Verhalten von Vorbildern, Angehörigen oder Freunden.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir auch während der Ausbildung, dem Studium oder den Jahren im Erwerbsleben Glaubenssätze bilden oder verinnerlichen. Schliesslich nehmen wir auch in diesem Zusammenhang enorm viele Einflüsse wahr. Meinungen, Haltungen und Einstellungen wirken auf uns ein – möglicherweise beeinflussen sie uns mehr, als uns lieb oder bewusst ist.

Natürlich betreffen Glaubenssätze zunächst einmal das Individuum – doch ist es gut möglich, dass Glaubenssätze in einem Unternehmen oder in einer Branche sehr häufig vorkommen. Und das kann erhebliche Auswirkungen haben. Weite Teile einer Belegschaft könnten so denken bzw. fühlen:

  • Ideen einbringen nützt nichts, weil ich als kleiner und unwichtiger Mitarbeiter doch eh keinen Einfluss habe.
  • Cross-Selling und Zusatzverkäufe «sind nicht mein Ding» - Kunden wollen schliesslich nicht von Verkäufern bedrängt werden.
  • «Bei uns ist das so» - wir sind eine Versicherung, da geht sowas nicht.

Ganz unabhängig davon, ob solche Aussagen zutreffen oder nicht – bereits die Existenz hindert Menschen daran, Entwicklungen zu akzeptieren oder zu fördern.

Beim Einzelnen kann das Auflösen von Glaubenssätzen über die Bewusstmachung und Reflexion derselben gelingen. Schliesslich gilt es, sie durch neue Überzeugungen oder Aussagen zu ersetzen um in diese mit der Zeit Vertrauen zu gewinnen. Der Weg, um Glaubenssätze in Unternehmen aufzulösen oder wenigstens aufzuweichen, sollte ähnlich sein. Bestehende Aussagen und Haltungen sollten also zunächst erfasst, dann reflektiert und eingeordnet werden. Wenn dann neue Leitsätze formuliert und mit Leben gefüllt werden, kann das positive Entwicklungen fördern.

Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Veränderungen viel Flexibilität erfordern, sollte das Thema Unternehmenskultur und darin explizit der Umgang mit Glaubenssätzen im Unternehmen berücksichtigt werden. Jedenfalls täte manches Unternehmen gut daran, hier zu investieren.

Engagierter Gruss,
Jörg Neumann

 

 
 
 

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