

Quelle: www.unwomen.org
Erklärung zur Bewertungsskala / Lesebeispiel
Zur Beantwortung der Fragen haben wir den Grad der Zustimmung von 1 – 4, von «stimme gar nicht zu» bis hin zu «stimme voll und ganz zu», bewerten lassen.
Die Verteilung der Zustimmung in Prozent ist in den Grafiken ersichtlich. Ebenso ist der Durchschnittswert aller Antworten als Mittelwert angegeben.
Zusätzlich haben die Befragten die Fragen in Kapitel 1 und 2 in Bezug auf die Relevanz mit der gleichen Skala von 1 – 4, von «gar nicht relevant» bis hin zu «sehr hohe Relevanz», bewertet.
Die Relevanz ist in den Grafiken als Durchschnittswert angegeben.
Die Anzahl der Befragten ist jeweils mit «n» pro Frage angegeben.
Zustimmende Zitate
«Gleichberechtigung ist ein wichtiges und notwendiges Thema - und für mich auch ohne die Genderdiskussion eine Selbstverständlichkeit. Es ist wie im Strassenverkehr: Neue Regeln müssen nur eingeführt werden, weil sich ein paar wenige nicht an die selbstverständlichen Dinge halten. Genderrichtlinien können helfen zu sensibilisieren, lösen aber das Problem nicht. Letztlich ist es eine Frage der Erziehung, des Respekts gegenüber anderen Menschen und der eigenen Haltung.»
«In den Geschäftsbeziehungen, respektive in der Kommunikation nach innen und aussen, leider immer noch ein polarisierendes Thema. Breite Spannweite bei Unternehmungen sichtbar von fehlender Nutzung - bis zur Übernutzung. Leider ist noch keine Normalisierung eingetreten, die einen gewöhnlichen genderneutralen Gebrauch in der mündlichen und schriftlichen Sprache ermöglicht. Dies wäre aber sehr hilfreich. Wir verwenden in der schriftlichen Kommunikation oft die neutrale Form (z.B. Mitarbeitenden). Hilft dem Lesefluss, wirkt jedoch eher unpersönlich. Um mehr persönlich, direkt anzusprechen, verwenden wir in diesen Fällen beide Formen, stets die weibliche zuerst (z.B. liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter).»
«Wir sind ein Betrieb mit 200 Mitarbeitenden und davon 90% Frauenanteil. Uns ist das Thema sehr wichtig und omnipräsent. Wir wollen in jeder Hinsicht Gleichberechtigung und somit auch eine Wertschätzung unabhängig der Geschlechter erreichen, wie auch eine Lohngleichheit.»
Ablehnende Zitate
«Ich wundere mich, warum dieses Thema derzeit so viel Aufmerksamkeit erzielt. Im Austausch mit meinem Umfeld ist niemand dafür, niemand erkennt die Not für die Diskussion. Gleichberechtigung ist wichtig, drückt sich aber durch zahlreiche andere Massnahmen aus.»
«Das Thema wird für mich überbewertet. Die Verwendung von Sonderzeichen stört aus meiner Sicht den Redefluss.»
Spezifische Zitate
«Mich erstaunt die aktuelle Diskussion. Als Soziologin habe ich aktiv Genderstudiengänge besucht. Mit meiner Leitungserfahrung der letzten 25 Jahre hat sich mein Blickwinkel verändert. Unsere Sprache gibt uns die Möglichkeit weiblich und männlich auszudrücken und beide Geschlechter anzusprechen und zu benennen. Geschlechter zu neutralisieren, stimme ich nicht zu. Sollten wir eine diverse Mitarbeiterin beschäftigen, werden wir auch dafür eine Sprachregelung finden. Wertschätzung, Respekt und Achtung drückt sich sicherlich in Sprache aus, ist allerdings auch in der Verteilung des Einkommens, der Chancengleichheit am Arbeitsplatz und in der Familie, speziell der Aufgabenverteilung, zu erkennen. Hier würde ich ansetzen. Durch die sprachliche Thematisierung scheint mir, werden genau diese Zusammenhänge erneut und perfide verschleiert.»
«Wenn der Mindset nicht stimmt, helfen alle Doppelpunkte und Sternchen nichts. Ich kann nachvollziehen, dass durch Diskussion und Aufmerksamkeit Veränderungen im Denken angestossen werden können. Muss dafür die gesamte Sprachform/Schriftform überarbeitet werden. Ich würde eher bei der Erziehung beginnend an den Grundfesten des Verhaltens und der Gesellschaft (Rollenbild Mann/Frau) arbeiten statt an der Schrift und an der Grammatik.»
«Echte, differenzierte Wertschätzung ist nicht vom Gendern abhängig»
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