
Wenn jemand von oben herab redet, kann das arrogant oder sogar herablassend wirken. Deshalb wundere ich mich, dass in virtuellen Interviews so oft von oben herab geredet wird …
Mein heutiger Do-how-Tipp ist ebenso simple wie hilfreich. Platzieren Sie Ihr Notebook für virtuelle Interviews «auf Augenhöhe» – und das nicht nur, wenn Sie fürs Fernsehen aufzeichnen, wie die beiden Herren hier. Ich weiss, das Thema ist auch ein bisschen trivial und ich habe mich schon länger gefragt, ob das nur mir auffällt und ob ich hier darüber schreiben soll.
Die Wirkung, wenn man es nicht tut, ist enorm – und nicht gerade positiv. Mal ganz abgesehen davon, dass bei Bastian Schweinsteiger und Nico Elvedi in den vergangenen Tagen auch die Beleuchtung nicht ganz passte. Es macht einfach keinen guten Eindruck, wenn jemand für ein virtuelles Gespräch sein Notebook auf den Couch-Tisch stellt und dann von oben herab in die Kamera schaut. Denn das wirkt, na ja, wie soll ich sagen, doch sehr semi-professionell.
Die Alternative zu «von oben herab» ist übrigens «auf Augenhöhe». Diese Augenhöhe ist für die Kommunikation in Unternehmen ja eher noch wichtiger als bei TV-Interviews, denn sie steht für respektvoll und offen. Weil ein Bild bekanntlich stärker wirkt als 1000 Worte ist mein Fazit klar: Die Kamera gehört in virtuellen Interviews «auf Augenhöhe.»
Ich wünsche Ihnen ein schönes Winterwochenende!
Jörg Neumann